Orientalische Architektur
| Zunächst einmal – was verstehen wir unter
ORIENT. Der Duden sagt dazu: |
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Das
Spiel mit Licht und Schatten floss in den heißen Ländern ebenfalls in die
Architektur ein – Stern- oder 8-eckige Öffnungen in der Gewölbedecke bringen
außerdem auch wunderbare Lüftung im heißen und extremen Klima mit gleißendem
Sonnenlicht. So
ist auch immer eine Balance zwischen Helligkeit und Dunkelheit sehr wichtig. Häufig
sieht man daher, dass sich helle Steine mit dunklen Basaltsteinen abwechseln.
Die dunklen Steine absorbieren im Sommer das helle Licht und die hellen Steine
sorgen im Winter für eine zusätzliche Helligkeit – ebenso wie Lichtschächte. Die
typische orientalische Stadt ist gekennzeichnet durch Minarette von wo
aus der Muezzin die Gläubigen zum Gebet ruft. Die alte Stadt, die Medina,
ist ein Gewirr aus Gassen, meist ohne Straßennamen, was das Zurechtfinden für
Fremde fast unmöglich macht. Die Häuser stehen zudem sehr eng beieinander und
die Straßen dazwischen sind schmal und unübersichtlich. Die Medina gleicht
quasi einem Labyrinth. Verstärkt wird die Orientierungslosigkeit noch dadurch,
dass oft noch nicht einmal der Himmel zu sehen ist, da viele Gassen
überbaut sind oder durch Stoffbahnen, die Sonne und Regen abhalten, überdacht
wurden. Das
Geschäftsviertel wird in der Türkei Basar genannt, in arabischen Ländern
Souk und bildet das Herz einer arabischen Stadt. Hier pulsiert das Leben
und es herrscht überall geschäftiges Treiben. Es duftet nach allem möglichen. Die
Straßen sind nach Handwerksbetrieben aufgeteilt – es gibt die Straße der
Goldschmiede, Sattler, Hutmacher, Weber, Gewürzhändler usw. Die geruchs- und lärmintensiven
Berufe befinden sich weit außerhalb (Z.B. Schmiede und Gerber) – so stören
sie niemanden.
Überall
sind in den kleinen Läden Waren gestapelt, meist vom Boden bis unter die Decke.
Es wird gehandelt und gefeilscht und Tee getrunken. Die
Altstadt Medina vieler arabischer Städte ist heute dem Verfall
preisgegeben, da es oft an Geld und manchmal auch am nötigen know how zur
Restaurierung fehlt. Viele Bewohner verlassen die alten Häuser und ziehen in neue und moderne Wohnungen um, die nicht mehr aus den traditionellen Baustoffen hergestellt sind. Dies bewirkt auch eine Änderung der Sozialstruktur, es entstehen riesige Schlafstätte und belebte alte Stadteile verwaisen und verfallen. Heute
bemüht man sich um Restaurierung aber auch dies ist oft eine zwiespältige
Geschichte, da entweder versucht wird wieder das Bild des 19. Jh. auferstehen zu
lassen oder es wird altes einfach abgerissen und moderne Stadtteile nach
westlichem Muster entstehen. So
z.B. auch in Kairo, das mit 50.000 Einwohnern/km2 eine der am
dichtesten Besiedelten Städte ist. Kairo ist dem Kollaps nahe und es wird viel
Altes vernichtet und die Stadt nach westlichem Vorbild erneuert. Lärm und
Abgasgestank sind ständiger Begleiter in Kairo, was für die alte Bausubstanzen
zudem verheerende Folgen hat.
Ein
faszinierende Mischung aus Moderne und Tradition entstand. Z.B.
die traditionelle Form eines Zeltes, hergestellt mit high technology ist
perfekte Anlehnung an alte Bauformen und wurde z.B. in Mekka und Medina
eingesetzt um die Pilger vor der sengenden Sonne zu schützen. Aber
diese Mischung aus Tradition und Moderne hat ihren Preis, den sich nicht alle Länder
leisten können. Ist
man als Tourist in arabischen Ländern unterwegs, sucht man natürlich noch den
Reiz der original arabischen Architektur – wer hier leben muss sehnt sich aber
nach mehr Komfort in den Häusern. Marrakesch
z.B. ist für
mich noch eine Stadt, die diesen Reiz nicht verloren hat. Hier trifft man vor
allem im Bereich der Medina und um dem Platz Djem el fna noch das Bild, das man
erwartet.
Eselskarren,
Autos und Busse und dann noch ein Fahrrad quetschen sich um eine enge Kurve, so
dass nur noch eine Zeitungsseite dazwischen passt. Beispiele der Ornamentik
Bahdiapalast Marrakesch In
einer orientalischen Stadt finden wir verschiedene Arten von Häusern:
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