Buchbesprechung von Nabila Shams El Din

1Methodik Didaktik  -  2 Orientic Gym und Orientology - 3 Orient im Film  -  

Seite 5 von E. Albrecht  Seite 6 von E.Albrecht

 

TANZ IN DER PHYSIOTHERAPIE – Den Orientalischen Tanz therapeutisch nutzen  von Simone Paulyn

Es ist im Richard Pflaum Verlag GmbH & Co KG im Mai 2005 erschienen, 171 Seiten   ISBN 3-7905-0921-3 

Die Autorin Simone Paulyn ist Physiotherapeutin und Orientalische Tänzerin, daher lag das Thema des Buches nahe.

Es beginnt mit einer detaillierten Grundlage der Anatomie. Da das Buch für Tänzerinnen sowie Physiotherapeuten nutzbar sein soll, sind die meisten Fachbegriffe auch im Glossar erklärt.

Manche stehen zu Beginn des Buches auch gleich in Klammer dahinter; diese Erklärungen werden dann aber im weiteren Verlauf des Buches voraus gesetzt (einige fehlen leider auch).

Die Geschichte des Orientalischen Tanzes wird kurz aber prägnant gestreift bevor sich die Autorin dann mit dem Orientalischen Tanz und seinen Bewegungsformen auseinandersetzt.

Sie beginnt mit den körperlichen Voraussetzungen für Orientalischen Tanz, danach folgen die Bewegungen aus physiotherapeutischer Sicht.

Bewegungen, Haltung, Gleichgewicht und Atmung, sowie Rhythmus und Psychologische Aspekte werden auf gut 10 Seiten besprochen.

Ein weiteres Kapitel beschreibt auf ca. 12 Seiten den Orientalischen Tanz in der Therapie, wie z.B. Frauenheilkunde, Schwangerschaft (hätte gern etwas ausführlicher sein können), Kopf- und Rückenschmerzen, Osteoporose usw.

Gut die Hälfte des Buches macht die Praxis des Tanzes aus, wie z.B. Trainingsaufbau, Aufwärmen, die wichtigsten Bewegungen, Armhaltungen. Dieser Bereich wird auch durch Bilder unterstützt.

Ein größerer Teil widmet sich hier den speziellen Elementen des therapeutischen Tanztrainings. Siimone Paulyn gibt Tipps wie rückenfreundlich trainiert werden kann und beschreibt, wie die Kursleiterin ihre Schülerinnen dabei unterstützen kann.

Wertvolle Tipps worauf eine Orientalische Tanzlehrerin bei: Inkontinenz und Rückenschmerzen ihrer Schülerinnen achten sollte, 2 Choreografien, die für Anfänger geeignet sind, sowie ein 8-stündiges Kurskonzept incl. Eingangs-Fragebogen für die Schülerinnen komplettieren das Buch. 

Am Ende stehen eine ausführliche Literaturliste, ein Glossar mit der Erklärung der fachspezifischen Begriffe sowie ein Sachverzeichnis.

Das 171-seitige Werk TANZ IN DER PHYSIOTHERAPIE   ist wirklich eine Bereicherung für alle, die mehr über die körperlichen Aspekte des Orientalischen Tanzes wissen möchten – (was für seine Dozentinnen  ja selbstverständlich sein sollte).

Das Buch „zeigt eindrucksvoll, wie erfolgreich der Orientalische Tanz die Physiotherapie bei Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Harninkontinenz, Mukoviszidose, Osteoporose oder Gleichgewichtsproblemen unterstützen kann.“ (Zitat Buchrücken)

Es enthält viel wissenswertes und wertvolle Tipps für alle Unterrichtenden, für Physiotherapeut/en/innen, der/die Orientalische Tänzerinnen behandeln (oder diesen Tanz in ihre Therapie integrieren möchten) sowie für alle Tänzerinnen, die wissen möchten: „was passiert bei bestimmten Bewegungen in meinem Körper“

Daher kann ich dieses Buch wirklich allen nur empfehlen.