Der Bundesverband wurde im Mai 1994 von Sigrid Brenner ins Leben gerufen. Wie oft wurde von Frauen bedauert, nicht zu wissen, was woanders gerade stattfindet, wo und wie an Informationen zu kommen sei usw.

So entstand dann die Idee ein Forum zu schaffen, das es ermöglichen sollte bundesweit miteinander zu arbeiten, sich gegenseitig zu unterstützen und Informationen gemeinsam nutzen zu können.

Sigrids Intention war damals, einen Freundeskreis zu gründen, der Hilfe zur Selbsthilfe geben kann. Es stellte sich jedoch bald heraus, dass es finanziell vorteilhafter und die Unterstützung der Mitglieder einfacher war, wenn ein Verein gegründet werden würde. Auch Treffen in Jugendherbergen, die ja für Übernachtungen sehr günstig sind, waren nur so möglich.

Da die Mitglieder jedoch überregional vertreten sein würden wurde aus einem Verein ein Bundesverband.

So trafen sich Mitte Mai 1994 in Heidelberg erstmals ca. 25 Frauen, die alle von Sigrids Idee begeistert waren und berieten, wie ein solcher Bundesverband aussehen könnte.

Es rauchten bald allen die Köpfe, denn viele Dinge waren zu bedenken - auch rechtliche. Eine Satzung musste erstellt und über die Aktivitäten, die ein Verband leisten sollte, beraten werden.

Der Mitgliedsbeitrag sollte 80DM /Jahr betragen. (Inzwischen beträgt er ab dem 1.1.04  45 Euro.)

Nach diesem arbeitsreichen Wochenende war es dann endlich soweit, der Bundesverband für Orientalischen Tanz wurde ins Leben gerufen.                                      

Zur ersten Vorsitzenden wurde Sigrid Brenner gewählt, als zweite Vorsitzende  Anatha (Gitta Hahnemann), Kassenwartin Gaby Bendel und dann noch 11 Beisitzerinnen:      

Susan Brenner, Ulrike Müller, Inge Sobottke,  Linda Bildat, Lisa Volk, Ingrid Napp, Maria Berg, Beate Meier, Conny Förster, Jojo Heitkamp, Gaby Bendel

Der Vorstand wird immer für 2 Jahre gewählt

 

                                                  

 

Ziel und Zweck des gemeinnützigen Verbandes ist die

  • die Pflege und Förderung des Orientalischen Tanzes,

  • der Austausch untereinander und über den Tanz,

  • die Fortbildung in Tanz- und Körperbereich sowie Methodik und Didaktik

  • das Kennenlernen neuer Facetten und Grenzgebiete und natürlich auch ein wichtiges Gebiet

  • der Spaß, der bei allem nicht zu kurz kommen darf.

Der Verband richtet sich an Hobbytänzerinnen sowie Profis, also an ein breites Publikum. Er ist somit nicht mit einem Berufsverband oder gar einem Arbeitgeberverband (hier sind die jährlichen Beiträge wesentlich höher) zu verwechseln, eine Kostenübernahme bei Klagen ist daher nicht möglich) zu verwechseln.  

 

Er kümmert sich um die Belange aller Tanzinteressierten - ausgerichtet an den Bedürfnissen der Mitglieder. 

Als wichtig für eine Mitgliedschaft in diesem Verband wurde von den Gründerinnen folgendes erachtet:

  • freundliches Annehmen

  • Engagement 

  • Toleranz und Ehrlichkeit 

Denn ein Verband kann nur so gut sein, wie seine Mitglieder es ihm erlauben. Eine Kette ist eben nur so stark wie ihr schwächstes Glied.

 

Was bietet der Verband den Mitgliedern:

  • 2x im Jahr, zu verbilligtem Tarif, einen Kongress zur fachlichen und tänzerischen Weiterbildung und  zum Informationsaustausch

  • Hilfe zu allen Fragen des Orientalischen Tanzes

  • Fachliche Beratung und Austausch bei rechtlichen und versicherungstechnischen  Fragen

  • Durchführung von Workshops und Fortbildungsangeboten für Lehrerinnen

  • Pressestelle

  • Veranstaltungsplanung, Organisation von Tourneen ausländischer Dozent/inn/en

  • Mitgliederausweis

  • Verbandspost, Chorika, die 5x im Jahr erscheint.

  • Informationsquellen: z.B. Bibliothek, Videothek (auch DVD), Sammlung von Pressestimmen - wie wird der Orientalische Tanz in den Medien dargestellt usw.

  • Informationsbörse - was findet wo statt, wer plant Workshops, Infos über Workshops - auch im Ausland, wann und wo starten Festivals usw.

  • Rabatte bei etlichen Händlern, Workshops usw.

Vieles ist in den letzten Jahren erreicht und angeschoben worden. Inzwischen ist der Bekanntheitsgrad des Bundesverbandes enorm angestiegen, was die vielen Anfragen, auch von Nichtmitgliedern, beweisen. Die Verbandspost hat sich weiter entwickelt und aus der losen Blättersammlung ist die Chorika (Chorika ist griechisch und bedeutet Chor und soviel wie zusammen tanzen) entstanden, die das offizielle Vereinsorgan ist. Sie ist das Austauschforum der Mitglieder, die sie mit ihren Beiträgen interessant gestalten.    

Für Werbung im Kongressheft und in der Verbandspost können die aktuellen Preise in der Geschäftsstelle erfragt werden.  

 

Aus der Geschichte:

Wurde anfangs noch im Brenner’schen Wohnzimmer die Verbandspost sortiert, so war das 3 Jahre später schon nicht mehr möglich. Bis dahin waren schon weit über 600 Mitglieder registriert.

Ein professionelles Textstudio übernahm dann das Kopieren und Versenden der Post.

Nach 2 Jahren ehrenamtlicher Arbeit - die nicht immer ganz einfach ist - standen 1996 zum ersten mal Neuwahlen an. Erste Vorsitzende blieb Sigrid Brenner, zweite Vorsitzende wurde nun Silke Schäfer. Auch einige Beisitzerinnen wechselten.

1998 dann erneut Wahlen und Sigrid Brenner trat als erste Vorsitzende nicht mehr zur Wahl an. Zur neuen ersten Vorsitzenden wurde jetzt Shiva (B.Rheinbold) gewählt, zweite Vorsitzende blieb Silke Schäfer. Gaby Bendel kandierte nicht mehr als Kassenwartin und an ihre Stelle rückte Claudia Verhoeven nach. Ebenso fand wieder der Wechsel einiger Beisitzerinnen statt.

Im Juni 2000 wurde in Münster erneut in einer Mitgliedervollversammlung der Vorstand für zwei Jahre neu gewählt. Im Vorstand seit seiner Gründung sind noch folgende Mitglieder vertreten: Sigrid und Susan Brenner, Gaby Bendel, Ulrike Müller

Am 31.10.03 fanden erneut Wahlen statt, da Sigrid und Susan nicht mehr zur Verfügung standen, wurde Ulrike Müller zur neuen 1. Vorsitzenden und Munira Marina Karp zu 2. Vorsitzenden gewählt.

17.5.07 - nach 2 Jahren 2. Vorsitz und 4 Jahren 1. Vorsitzende gibt Ulrike Müller die Geschäftsführung an Bambi Sahab Held ab, 2. Vorsitzende bleibt Munira Marina Karp, auch die Kasse bleibt bei Gaby Kuhn. Einige Beisitzerinnen wechseln. Ulrike Müller ist die einzige, die noch seit Gründung kontinuierlich im Vorstand vertreten ist.

                                                     

In den nunmehr 13 Jahren des Bestehens hat sich der Verband weiterentwickelt. Viele Projekte wurden - außer den oben schon genannten - gestartet. Hier noch einmal die wichtigsten:   

Inzwischen gibt es Regionalbüros in verschiedenen Bereichen Deutschlands - eine genaue Liste findet sich unter:   www.bv-orienttanz.de    hier unter "DerVerband" und dann "Regionalbüros"

  • Eine Präsenzbibliothek und Archiv, deren Betreuerinnen Fragen zu bestimmten Gebieten des OrientalischenTanzes beantworten

  • (Kontakt: Ulrike Müller  04164-812300 - e-mail-Adresse  Neben Büchern werden auch Fachzeitschriften archiviert

  • Videothek, die für Fragen rund ums Videogeschehen zuständig ist - jetzt auch auf DVD

  • Ein BATO-Projekt, das eine Weiterbildung zur Lehrerin für Orientalischen Tanz anbietet Informationen bei: A Nada (siehe www.bv-orienttanz.de und hier unter BATO)

  • Organisation von Kultur/Tanz/Einkaufsreisen nach Istanbul - hier fand auch der erste Kongress im Ausland statt

  • Ausstellungen 

  • Merchandizing - hier werden Zubehör wie z.B. Stempel und Taschen mit orientalischer Tänzerin angeboten, Aufkleber, Postkarten usw. 

  • CD-Produktion Rhythmus CD „DUM TAK“ - Leider vergriffen, es ist eine neue CD in Arbeit

  • Infostand auf größeren Veranstaltungen

  • Internet eigene Internetseite / Informationen in der Verbandspost über Internetaktualitäten

  • Internet-Adressewww.bv-orienttanz.de  

  • Pressestelle soll über den Verband in formieren 

  • Archiv von Zeitungsschnipseln (Iris Dietrich 04161 - 2819) hier werden alle Zeitungsausschnitte gesammelt, die wir bekommen können. Wobei wir natürlich auf die Mithilfe aller Mitglieder angewiesen sind.

  • Schlichtungsstelle -„Friedensengel“ -  nicht immer herrscht unter so vielen Mitgliedern eitel Sonnenschein; daher soll hier die Möglichkeit geschaffen werden, sich gütlich zu einigen

  • Shows und Festivitäten werden überregional von einigen Vorstandsmitgliedern und auch von Mitgliedern des Verbandes organisiert. Ebenso Benefizveranstaltungen für diverse Zwecke.

  • Kostümkunde und Tipps zu Kostümen  

  • Hilfe bei Problemen erhalten die Mitglieder ebenfalls. Bearbeitet wurden z.B. schon: Probleme bei Presseterror, Gema, unlauterer Wettbewerb

3 Bücher wurden bis jetzt von Vorstandsmitgliedern geschrieben.  

Sigrid Brenner / Christine Staubitz über Tanztechnik u.a.  -  Veröffentlichung dauert noch

Nabila Shams El Din (Ulrike Müller) „Spektrum Orientalischer Tanz“

Mihrimah / Regine Göbel verfasste die Broschüre: Rhythmen im Orientalischen Tanz

                                                 

Die Arbeit in dem Gremium Bundesverband ist nicht immer leicht. Es wird von außen und innen sehr viel erwartet. Fakt ist jedoch, dass für eine qualifizierte Arbeit auch viele ehrenamtliche Helfer/innen nötig sind. Und genau dies ist der Punkt, denn qualifizierte Mitarbeiter/innen, die auch noch die Zeit haben sich für einen Verband zu engagieren, sind leider Mangelware.

Die Arbeit im Bundesverband ist ehrenamtlich, niemand erhält für sein Engagement ein Honorar. Nebenbei sind bei vielen Mitarbeiter/innen und Vorstandsfrauen auch noch Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen.

Kleine „Unpässlichkeiten“ sind also keine Absicht, sondern einfach oft wegen der vielen Arbeit nicht auszuschließen.

Nobody is perfect gilt eigentlich für alle - mehr oder weniger. Das Bemühen um Perfektion scheitert eben manchmal an Kleinigkeiten - und auch daran, dass niemand einen Vollzeitjob beim Bundesverband bezahlen kann.

Die Mitgliedszahl des Verbandes beläuft sich zur Zeit auf etwa 800 Mitglieder, davon ständig für den Verband im Einsatz - Projekte anschieben und verwirklichen, Verwaltungsarbeit und all die anderen vielen Kleinigkeiten (die kaum für Außenstehende erkennbar sind)  engagieren sich 15 Frauen.

Allein einen Kongress vorzubereiten dauert mehrere Monate. Dies beginnt beim Aussuchen der Jugendherberge (sichten, testen, wählen) und der Dozent/en/innen für die Workshops bis hin zur Planung des möglichst reibungslosen Ablaufs (Stundenpläne erstellen, Wünsche berücksichtigen, Änderungen in letzter Minute, Kongressbüro und und und - die Liste ist endlos lang).

Viele viele Stunden Arbeit sind vollbracht bis alle Teilnehmer/innen eingecheckt haben - und auch während des Kongresses sitzen die Verantwortlichen oft bis in die Nacht und planen, schieben, bügeln Pannen aus oder versuchen (was schon öfter nötig war) die Herbergsleitung zu beschwichtigen.

Dies ist alles nur ein winziger Auszug - nein, leicht ist die Arbeit im Verband wirklich nicht. Aber es ist schon toll, was mit den Jahren alles erreicht und „angeschoben“ wurde. Hierfür lohnt sich die Arbeit doch, außerdem lernen sich auf diese Art auch viele kennen, die sich sonst nie treffen würden.

Erfahrungen werden ausgetauscht, Einladungen zu Workshops ausgesprochen - und dies von Nord bis Süd. Viele neue Freundschaften können so entstehen und die gegenseitige Befruchtung funktioniert bei vielen Mitgliedern ausgezeichnet.

Einige besuchen die Kongresse auch aus dem Grund, endlich mal alle wieder zu sehen.

Natürlich können bei so einer Menge unterschiedlicher Menschen auch Konflikte aufbrechen. Bisher war es jedoch meist möglich diese gütlich zu bereinigen.

Nun aber noch ein äußerst wichtiges Thema: das „liebe“ Geld.

Ohne das nötige Geld können viele Dinge nicht erledigt werden. Daher ist natürlich auch der Bundesverband auf seine Mitgliedsbeiträge angewiesen. Ein Großteil wird schon für die Mitgliederpost, die Chorika benötigt, die sich von der Loseblattsammlung zur richtigen Zeitschrift gemausert hat. Damit die einzelnen Stellen ordentlich arbeiten können, wird auch noch das eine oder andere Arbeitsmaterial benötigt - es ist also wichtig, dass die Mitglieder ihre Beiträge pünktlich zahlen.