REISEINFO:  Einkaufstipps und Reisebericht von 1995 

  Folgende  T I P P S  bitte beachten: Die Vorwahl für die Türkei lautet: 0090, die Vorwahl für Istanbul: 212

Taxi:  niemals das Gepäck in den Kofferraum stellen, immer bei sich behalten. Taxameter muss eingeschaltet sein, Preis vorher erfragen.  Preis für Sonderfahrten vorher aushandeln, evtl. schriftlich die Zahl festhalten oder mit Taschenrechner zeigen - um eventuelle Missverständnisse von vorneherein auszuschalten.

Vorsicht Diebstahl:    Taschen nie sorglos umhängen, lasst Euch nicht von mehreren umzingeln, in diesem Fall hilft eine Wand = mit dem Rücken an die Wand stellen. In der Bahn oder im Bus die Tasche vor sich halten, Rucksäcke nicht auf dem Rücken tragen; sie können unbemerkt geöffnet werden!
Mitnehmen: Mittel gegen Moskitostiche (im Mai schon ratsam) Mittel gegen Durchfall, evtl.  kleine Reiseapotheke, Taschenrechner - zum Ausrechnen der 100.000ende und Millionen aber auch um Zahlen zeigen zu können (nicht viele sprechen englisch und ab und zu jemand deutsch)
Handeln: Im Basar erlaubt - n i c h t  jedoch in Stoff- oder Paillettenläden, hier hat man Festpreise (übrigens bei sämtlichen Materialien). Fertige Dinge, wie z.B. auch Kostüme, können erhandelt werden.
Besuch im Topkapi:  Wer das Topkapi Seray auf eigene Faust erkunden möchte, sollte sich auch gleich zu Beginn an der Tür des Harem anstellen, um diese extra Eintrittskarte gleich zu erstehen. (Die Schlange ist lang)
Postkarten  mit verschiedenen Motiven findet Ihr überall in der Fußgängerzone und der Altstadt, evtl. in kleinen Buchläden oder auch bei Besichtigungen
Devisen: Erst im Land umtauschen, es werden auch Euro angenommen, nehmt genügend kleine Scheine mit. Kreditkarten sind auch von Vorteil, zum Geldabheben benötigt man allerdings die Geheimzahl - auch bei den Kreditkarten. Euro-Travellerschecks sind bei der Einlösung s e h r teuer.
                           

                    EINKAUFEN IN ISTANBUL   (Febr. 2003)

Perlen:    

 

Strass

Diese Geschäfte liegen hinter dem ägyptischen Basar, es lohnt sich alle Nebenstraßen „abzuklappern“.  

TICARET     Manager Osman Saymer  

Marputçular Alacahamam Cad. Yarim Siseci Han Giris Kat No 14  -          Telefon: 527 01 57 Eminönü/ Istanbul  

ERCIYES TICARET - Mehmet u. Orhan Sevimay  

Marpuççular Cad., Marpuççular Camii Karsisi Yarüiu Ishani Nr. 15/10 Eminönü  

findet Ihr auch im Laden nebenan 
REFORM Bijuteri 

Marpuççular Cad. No. 29  Telefon_ 511 32 69  Eminönü                                     

  Fußgängerzone Istiklal Caddesi:  

Super Stoffladen:   Istiklal Cad. Galatasaray Han No. 230/4  
  ÖNAL MANIFATURA  Telefon: (0212) 251 19 96                                                                  Café Le Bon liegt in der Nähe, der Laden ist schwer zu sehen, liegt zurückgesetzt
Indischer Laden vom Galataturm aus gesehen ziemlich am Anfang der Straße auf der linken Seite, nicht zu übersehen. Hat  u.a. sehr schöne perlenbestickte Kleidung
Buchladen: Von der Istiklal in die Sahne Sokak einbiegen und dann links in die Straße gehen (diese ist parallel zu Istiklal) Mesrutiyet Cadd. Avrupa Pasaja No. 5 Beyoglu/ Istanbul  
Günstig essen kann man in der Fußgängerzone in den kleinen Läden, die alle Gerichte in der Auslage liegen haben - Selbstauswahl und -bedienung.  Lecker sind die in der Nähe des Taqsimplatzes.    

 Großer/Bedeckter Basar:

OTTANTIC Gift Shop Kapaliçarsi (=bedeckter Basar)Kavaflar Sokak No 5                                                                    BH und Gürtel kann man schon für  130 Euro bekommen, wenn  viel gekauft wird.  
In der YAGLIKÇILAR Cadd. - direkt neben dem einzigen Café im Basar - findet Ihr auch noch einen Kostümladen mit guter Qualität. Preise sind hier höher - ca. bei 200 Euro für BH und Gürtel    
STRAß - UND ANDERER SCHMUCK Yaglikçilar Cadd. No 28 Telefon: 526 52 79  PIRLANTA BUJITERI  - hier wurden anscheinend die DM-Preise in Euro-Preise gewandelt. Aber das ist mir in vielen Geschäften aufgefallen
   

 

Gülserim - zu finden im Bedeckten Basar

gulseren@gulserengiyim.com  Tel.:512 97 51

gegenüber (in einer Seitenstraße) Yaglikciler Cad. Cabeci Han No. 50 -  liegt der Laden von GÜLSERIM - handeln!                                                                                                                  Sie hat inzwischen auch andere Preise als noch vor einigen Jahren. Aber man kann BH und Gürtel in sehr guter Qualität schon um 150 Euro bekommen. Sehr schönes Design bei vielen Kostümen. Falls Ihr den Laden nicht finden solltet, fragt einfach im Basar. Jeder kennt sie!
Kostüme in der  Istiklal Caddesi Sahne Sokak, gleich das erste Haus, Eingang  Modeladen im 4. Stock.  - hat nur noch "billige" Kostüme, lohnt sich kaum noch.
SIM MODA EVI in der  Istiklal Caddesi SIM MODA EVI - kleines Schild, alte Tür vom Taqsimplatz aus auf der linken Seite. Istiklal Cad. Lale Han No. 87, im  4. Stock TELEFON: 251 41 69 .                                                    Einige sehr schöne Kostüme - allerdings sind die Preise inzwischen auch wesentlich höher - so um 300 - 1000 Euro
Bauchtanz Moda Atelier Sultanahmet im Herzen von Istanbul,
genauer gesagt im Stadtteil Sultanahment! Yurdan, Divanyolu Cad. 16, tel.
0536 8750075 oder von Deutschland 0090 - 536 8750075
sales@bauchladen.net 
Bei uns können sie hautnah alle wunderschönen Marta the Legend Luxuryline Modelle sehen und anprobieren, und ins Gespräch mit Marta kommen.
  
BELLA - KOSTÜM 

Fulya Caddesi ER-SE Han No: 3/5, Kat 1,  Daire 16 Mecidiyeköy   

bella@bellacostumes.com

Telefon: 272 20 29  oder  274 12 53

TIPP: fahrt vom Taksim-Platz aus mit der neuen Metro (Eingang gegenüber dem Denkmal) - Die 2. Station "Sisli" wieder aussteigen. Wenn Ihr in Fahrtrichtung schaut, seht ihr auf der rechten Seite ein grün gestrichenes Haus - hier die Straße runter gehen "Fulya Caddesi" - auf der linken Seite (kurz vorher mündet eine Straße rein) Hausnummer 3-5 - Im ersten Stock findet Ihr Bella. An der Tür klingeln 

Mit dem Taxi wird es teuer, da die Taxifahrer meist die Adresse nicht finden und viel rumkurven und nachfragen müssen. Bei dem ausgehandelten Preis bleibt es dann meist nicht. Aus 8-10Millionen werden dann u.U. schon mal um die 15 Millionen. Die Fahrt mit der Metro kostete vergleichsweise nur 1.750.000  (1,75 Mill.)

Die Preise sind hier nicht mehr so wahnsinnig hoch wie früher. Ein schönes Kostüm kann Frau auch schon um die 400 Euro finden. BH und Gürtel um 150 Euro - je nach Aufwand auch etwas mehr.

UNTERRICHT:  Sema  Telefonnummer:  Türkei 0212 212 78 24      Handy 0542 233 2046    

 

ca. Preise, wenn nicht anders angegeben, in Euro (Stand Febr. 2003)  

da es im Febr. 2003 ziemlich oft regnete bin ich leider nicht mehr in alle Läden gekommen und konnte Preise in Euro nur für einige Dinge herausfinden. 

Generell ist zu sagen, die Preise sind ganz schön angestiegen - meist inzwischen aus DM-Preisen Euro-Preise gemacht. Oft findet man auch $-Preise angegeben - diese entsprechen dann auch dem Euro-Preis. Es wird 1:1 umgerechnet. Vielleicht ergibt sich hieraus auch die DM-Euro-Umrechnungsart.

Pailletten                           18.- DM bis 22.- DM/kg   -   Metallpailletten sind teurer  (Stand 97)

Perlen                                um die 25 DM/kg  (Stand 97)

Perlenband schmal          4.000.000 Türk.Lira pro Meter (ca. 3-5cm breit)

Straßketten                      15 - 25 Euro (mit Handeln)  je nach Qualität (gibt große Unterschiede) mit Ohrring:          

Trommel / Tambourin      es gibt Straßen, da liegt ein Musikgeschäft neben dem anderen  - z.B. wenn man  zum Galataturm hochläuft                       

BH + Tanzgürtel:             so um die 150 Euro für gute Qualität  

Kostüm:                            um 300 - 1000 Euro je nachdem  wo gekauft wird. Für 350 - 400 Euro kann man aber auch schon gute Qualität finden.    

Wasserpfeiffe groß        20 Euro - runtergehandelt von 45         

Metrofahrt:                      1.750.000 Millionen Türk.Lira

Tram (S-Bahn)                 750.000 Türk. Lira

Eintrittspreise:

Topkapi Seray: 15.000.000 Türk. Lira für den normalen Bereich - neu ist, dass auch für die Schatzkammer extra noch einmal 15.000.000 fällig werden. Der Haremsbereich hat ja immer schon extra gekostet. Auch hier kommen, wenn er besichtigt werden soll,  noch einmal 15.000.000 hinzu. Meine persönliche Meinung ist: Schatzkammer lohnt sich, Harem nicht unbedingt.

Sultan Ahmet Moschee: Eintritt frei, es wird lediglich um eine kleine Spende gebeten

Zisterne: Eintritt kostet 8.000.000 Türk.Lira oder 5 Euro - sie liegt schräg gegenüber der Haghia Sofia

Tanzshows: Eine sehr schöne empfehlenswerte Show im Theater (ohne Essen) ist: Dances of Colours des Turkisch Cultural Dance Theater - sie kostet  15 Euro (im Hotel steht meist 18€) Wir haben unsere Karten z.B. in der Zisterne bekommen und wurden auch noch kostenlos abgeholt und wieder zurück gefahren.   . Orienthouse: Show mit Essen 

                 

Hier ein kurzer Reisebericht meiner ersten Reise nach Istanbul (1995)    


Wir wollten dieses Jahr (1995) 3 ganze Tage in Istanbul verbringen und bestens gerüstet mit Einkaufstipps aus der Verbandspost des Bundesverbandes machten mein Mann und ich uns auf den Weg. Da die Zeit ist ja ziemlich kurz bemessen war um Einkaufen und Besichtigungstrips unter einen Hut zu bringen, wollte ich keine Zeit verlieren und kaufte mir schon auf dem Flughafen hier in Deutschland einen Stadtplan von Istanbul.

"Ist ja ziemlich dünn für so eine Riesenstadt" (ca. 13-15 Mill. Einwohner - niemand kennt die genaue Zahl) dachte ich noch. Na ja, im Flugzeug begann ich dann schon einmal mit dem Studium der Straßen, um die angegebenen Geschäfte auch gleich finden zu können.

Dies war gar nicht so einfach, da viele Straßen sehr klein sind und ich ja auch nicht so genau wusste in welcher Ecke ich die Suche beginnen sollte. Zu guter letzt fand ich dann, dank der Flugzeit von 3 1/2 Stunden, doch fast alle Straßen.

                                                              

Unser Hotel sollte in der Altstadt liegen und so hofften wir auf nicht all zu lange Wege. Diese Rechnung ging jedoch nicht auf, da wir kein festes Hotel gebucht hatten sondern nur ein 4-Sterne-Hotel mit Frühstück - die Auswahl hatte sich der Veranstalter vorbehalten (war ja ein äußerst günstiger Preis und so das Hotel im Prinzip egal).

Nach einer schier endlosen Warterei in der Schlange am Einreiseschalter machten wir uns auf den Weg, unseren Reiseleiter zu suchen, wir wurden in einen Bus verfrachtet und auf ging es Richtung Hotel.

Nach ca. 10 Minuten hielt der Bus, das Hotel war erreicht. "Komisch, so eine große Stadt - und schon angekommen? Wo ist hier denn die Altstadt?" Auf die diesbezügliche Frage teilte mir die Reiseleiterin mit: "Bis dahin sind es noch ca. 15 km". Ich dachte sie macht Spaß und fragte noch mal - zu meinem Entsetzen war es ihr voller Ernst. Ich sah meine Einkaufsträume schon in weiter Ferne und versuchte herauszufinden wie teuer denn wohl ein Taxi in die Innenstadt sei - 20 DM ein Weg, prost Mahlzeit.

Vergeblich versuchte ich den Stadtteil Sefakoy, in dem das Hotel lag, auf dem Stadtplan zu finden. Dieser Plan zeigte nur den inneren Bereich Istanbuls, die Außenbezirke waren nicht zu finden - darum war er auch so handlich. Wie ich später herausfinden sollte, waren fast alle erhältlichen Pläne auch nicht größer - bis auf einen, ein spiralfedergebundenes dickes Buch.

                                                             

 Das Hotel entschädigte uns allerdings erst mal für den Schock, 5-Sterne, ganz neu, tolle Zimmer und ein wahnsinniges Frühstück mit allem nur möglich denkbarem.

Am ersten Abend waren wir noch ganz schön naiv und dachten, lass uns doch mal ins Zentrum fahren - dass es mehrere Zentren gibt und die Altstadt so groß wie manch eigene kleine Stadt ist, zeigte uns erst die Erfahrung und platte Füße beim Erkunden der Stadt zu Fuß.

Wir erkundigten uns also weiter nach Transportmöglichkeiten und so beschlossen wir in nächster Zeit öfter mit dem Sammeltaxi, dem Dolmus (ausgesprochen: Dolmusch) zu fahren. Es gibt für sie extra Haltestellen, aber auch auf Handzeichen nehmen sie Gäste mit.

In Istanbul befinden sich einige Dolmusknotenpunkte, einer davon ist der Stadtteil Topkapi, der direkt an der alten Stadtmauer liegt, die sich um die gesamte Altstadt erstreckt. Wir lasen also Topkapi und dachten sofort an das bekannte Topkapi Seray. Vom Studium des Stadtplanes (den wir beim abendlichen ersten Ausflug im Hotelzimmer vergessen hatten!!!) wussten wir, dass - für unsere Begriffe - dies ein zentraler Punkt war, den wir sehen wollten und wo wir denn auch einige Restaurants vermuteten.

Also Dolmus angehalten und dem Fahrer das Ziel Topkapi genannt. Auf unsere Frage, wo das Zentrum sei oder - vielleicht verstand er ja das englische Wort, die City - ernteten wir nur hilfloses Schulterzucken. Nun denn, auf zum Topkapi, dieses Wort war dem Fahrer ja ein Begriff. 

Wir landetet an der Stadtmauer in einem wahnsinnigen Menschen- und Verkehrsgewimmel und zahlten für die gut 10 km 40.000 türkische Lira pro Person (ca. 0.80 DM) - ein Spottpreis für unsere deutschen Verhältnisse). Im Vergleich hierzu zahlten wir später allerdings am Sonntag mit weniger Verkehr und deshalb schnellerem Vorankommen, für den etwas weiteren Weg von unserem Hotel bis in die Nähe des großen Basars - mit einem kleinen Umweg, da der Fahrer den Weg nicht so genau kannte - ca. 13 DM.

An der Stadtmauer, die zum großen Teil aus der Römerzeit stammt und ca. 22 km lang ist, angekommen, marschierten wir durchs Tor und liefen Richtung Zentrum - wie wir dachten. Wir liefen und liefen und liefen und nach ca. 2 km waren wir ganz schön hungrig - aber kein richtiges Restaurant weit und breit.

Ein kleiner Köfte-Imbiss machte einen ganz sauberen Eindruck und wir beschlossen hier etwas zu essen. Beim Studium der Karte dann die erste Überraschung, ein Essen kostete um die 3 DM. Alles in allem mit Getränken und Salat, reichlich Brot usw. bezahlten wir dann für 2 Personen 11 DM.

Gestärkt gingen wir weiter und weiter immer der Hauptstraße nach und kehrten dann nach einem weiteren enttäuschenden Kilometer wieder um und fuhren mit dem Dolmus  zurück. Im Hotel suchten wir die Straße auf dem Stadtplan, es handelte sich um die Turgut Özal Caddesi, eine Hauptverkehrsstraße, die von der Stadtmauer tatsächlich bis zur Hagia Sophia führt (ca. 4  1/2 km!). Künstlerpech oder eigene Dummheit, den Stadtplan vergessen zu haben.

                                                               

Am nächsten Tag beschlossen wir, der ersten umfassenden Übersicht wegen, an einem Besichtigungsprogramm teilzunehmen. Als erstes die Sultan Ahmet Moschee oder auch "Blaue Moschee" nach ihrem, in blauen Farben gehaltenen Innenraum, so genannt. Danach den Topkapi Palast, 1453 erbaut, der auch Topkapi Seray genannt wird.

Wir hatten zwar mehrere Stunden Zeit, aber wenn man alles intensiv anschauen möchte benötigt man fast einen ganzen Tag.

Der Harem war leider im Preis der Besichtigung nicht inbegriffen, wir hätten auch hier uns erst wieder in einer langen Schlange anstellen müssen, um Karten zu bekommen - und die Zeit reichte kaum, alles andere zu sehen.

Die Besichtigung der Schatzkammer ist allerdings geradezu ein Muss für alle, die schönen und vor allem kostbaren Schmuck lieben - besonders herausragend sind der berühmte Topkapi-Dolch mit 3 riesengroßen Smaragden und der sogenannte Löffelmacher-Diamant mit 86 Karat und 48 Brillanten  herum. Insgesamt ist dieser Palast ein Paradies für alle, die die orientalische Architektur, die schönen Künste (sei es nun Porzellan, Bücher, Schmuck, Bilder, Fliesen usw.) und den Hauch des Geheimnisses vergangener Jahrhunderte, der durch die Mauern weht, lieben.

Nach dem Essen in einem Restaurant an dem Hippodromplatz, der noch zu Zeiten des alten Byzanz im 2. Jahrhundert als Pferderennbahn angelegt worden war, ging es in den großen Basar, Kapali Carsi (bedeckter Basar) genannt. Hier hatten wir nur 2 Stunden!! Zeit und dies in einem Paradies für alle, die orientalischen Zierrat, Stoffe und Kostüme lieben. Es kam wie es kommen musste, wir blieben ziemlich schnell in einem Laden hängen, ich kaufte die ersten Stücke und schon war die Zeit um.

                                                              

Der nächste Tag war ein Sonntag und die Basare und Läden hatten geschlossen.

Da es an diesem Tag außerdem öfter regnete, beschlossen wir uns zu einer Besichtigung des Archäologischen Museums. Wir starteten mit dem Dolmus, stiegen dann ins Taxi und liefen auch noch ein Stück zu Fuß - glücklicherweise regnete es nicht pausenlos.

Skulpturen aus griechischer und römischer Zeit sind hier ausgestellt und unter anderen auch der Sarkophag Alexander des Großen. Außerdem befindet sich hier auch eine Ausstellung über die Ausgrabungen Trojas und auch ein winziger Teil des gefundenen Schmuckes kann man sehen .

(Der eigentliche Schatz, den Schliemann ausgegraben hatte war ja in Berlin während der Wirren des 2. Weltkriegs verschwunden und wird jetzt in Moskau vermutet).

Da man eine Stadt ja erst kennen lernt, wenn man sie zu Fuß durchwandert, liefen wir an diesem Tag erst einmal einige Kilometer. Von einer Straßenecke quasi zur nächsten kann sich das Bild schlagartig wandeln - von modern angehauchten Geschäftsstraßen zu kleinen holprigen Gassen mit einem Menschengewimmel, das an einen Ameisenhaufen erinnert. Da die meisten Geschäfte geschlossen waren gab es eine Art Markt unter freiem Himmel, gegen den Regen durch Planen geschützt, die an den umliegenden Häusern befestigt und über die Gassen gespannt waren; was Ortsunkundigen allerdings auch die Orientierung erschwert.

Einkaufen kann man hier von Textilien bis Haushaltswaren, von Handwerkszeug bis Telefon fast alles. Solche Märkte finden sich an vielen Punkten der Stadt und nicht nur an Sonntagen. 

                                                         

Die europäische Seite Istanbuls wird durch das Goldene Horn zweigeteilt, das sich vom Bosporus wie ein Fjord ins Landesinnere erstreckt. Zwei Brücken überqueren ihn in Höhe der Altstadt, die bekannteste ist die Galatabrücke.

Der Ortsteil Eminönü liegt auf der Altstadtseite und am Beginn der Brücke, die übrigens zwei Etagen hat (eine untere zum Bummeln mit Geschäften, eine obere für den Verkehr und auch für Fußgänger) liegen kleine Boote, auf denen Fische gebraten und verkauft werden. Geht man über die Brücke und steigt den Berg hinauf, gelangt man in den Stadtteil Galata, dessen Wahrzeichen der Galataturm ist. Galata nahmen wir uns für den 3. Tag vor.

In diesem neuen Stadtteil leben viele Ausländer und Minderheiten und auch die Botschaften vieler Länder befinden sich hier.  Die meisten großen Geschäfte befinden sich in der Istiklâl Caddesi, der Fußgängerzone, die in den Taksimplatz mündet. Wer nicht zu Fuß laufen möchte, kann billig mit einer alten Straßenbahn fahren, die das einzige Verkehrsmittel in dieser Straße ist.
Die kleinen Seitengassen sollte man allerdings auch nicht übersehen, da sich auch hier viel Interessantes entdecken lässt.
Der Dolmabahce Palast, 1856 vollendet, liegt nicht zu weit von hier - ca. einen guten Kilometer die Straße Tak-I Zafer Caddesi und dann die Inönü Caddesi hinunter. Da wir schon etliche Kilometer zu Fuß hinter uns hatten, suchten wir nach einem Dolmus. Auf dieser Stadtseite sind sie nicht cremefarben sondern gelb wie die Taxis und auch etwas teurer (für die kurze Strecke zahlten wir den gleichen Preis wie sonst die 10 km).

Nach unserem Stadtführer war dieser Palast die neue Residenz der osmanischen Sultane und auch bis 1938 die Residenz Atatürks, wenn er sich in Istanbul aufhielt. Er ist im Stil des 19. Jahrhunderts erbaut und "gehört zu den historischen Schätzen von Istanbul, die unbedingt besichtigt werden sollten". Dieser prächtige Palast mit seinen künstlerischen Schätzen ist jedoch nur an bestimmten Tagen geöffnet. Es kam, wie sollte es anders sein, dass ausgerechnet der Montag, an dem wir ihn besichtigen wollten, geschlossen war.

Die europäische Seite Istanbuls wird durch das Goldene Horn zweigeteilt, das sich vom Bosporus wie ein Fjord ins Landesinnere erstreckt. Zwei Brücken überqueren ihn in Höhe der Altstadt, die bekannteste ist die Galatabrücke.

Der Ortsteil Eminönü liegt auf der Altstadtseite und am Beginn der Brücke, die übrigens zwei Etagen hat (eine untere zum Bummeln mit Geschäften, eine obere für den Verkehr und auch für Fußgänger) liegen kleine Boote, auf denen Fische gebraten und verkauft werden. Geht man über die Brücke und steigt den Berg hinauf, gelangt man in den Stadtteil Galata, dessen Wahrzeichen der Galataturm ist. Galata nahmen wir uns für den 3. Tag vor.

In diesem neuen Stadtteil leben viele Ausländer und Minderheiten und auch die Botschaften vieler Länder befinden sich hier.  Die meisten großen Geschäfte befinden sich in der Istiklâl Caddesi, der Fußgängerzone, die in den Taksimplatz mündet. Wer nicht zu Fuß laufen möchte, kann billig mit einer alten Straßenbahn fahren, die das einzige Verkehrsmittel in dieser Straße ist.
Die kleinen Seitengassen sollte man allerdings auch nicht übersehen, da sich auch hier viel Interessantes entdecken lässt.
Der Dolmabahce Palast, 1856 vollendet, liegt nicht zu weit von hier - ca. einen guten Kilometer die Straße Tak-I Zafer Caddesi und dann die Inönü Caddesi hinunter. Da wir schon etliche Kilometer zu Fuß hinter uns hatten, suchten wir nach einem Dolmus. Auf dieser Stadtseite sind sie nicht cremefarben sondern gelb wie die Taxis und auch etwas teurer (für die kurze Strecke zahlten wir den gleichen Preis wie sonst die 10 km).

Nach unserem Stadtführer war dieser Palast die neue Residenz der osmanischen Sultane und auch bis 1938 die Residenz Atatürks, wenn er sich in Istanbul aufhielt. Er ist im Stil des 19. Jahrhunderts erbaut und "gehört zu den historischen Schätzen von Istanbul, die unbedingt besichtigt werden sollten". Dieser prächtige Palast mit seinen künstlerischen Schätzen ist jedoch nur an bestimmten Tagen geöffnet. Es kam, wie sollte es anders sein, dass ausgerechnet der Montag, an dem wir ihn besichtigen wollten, geschlossen war.

Mit dem Bus fuhren wir dann zurück über die Galatabrücke und besichtigten noch kurz den ägyptischen Basar (Misir Carsisi). Hier findet man die 1001 Köstlichkeiten der osmanischen Küche und besonders Süßigkeiten, Tee und Gewürze.

Alles in allem sind 3 Tage für eine solche Stadt viel zu wenig und es ist ganz gut, schon vorher zu wissen, was man denn unbedingt zuerst sehen möchte.
Für uns steht zumindest schon fest, was wir beim nächsten Trip noch alles anschauen wollen.

Außer einigen Besichtigungstouren, unter anderem auch in den asiatischen Teil auf jeden Fall auch noch den Sahaflar Carsisi, den Bücherbasar, der zwischen der Beyazit Moschee und dem Großen Basar "in einem friedlichen Innenhof" liegt. "40 Buchhandlungen und Antiquariate bieten ein internationales Angebot".

Das alte Istanbul war sicherlich, alten Fotografien nach, eine traumhafte Stadt aus 1001 Nacht. Nach dem 2. Weltkrieg verlotterte sie, viele Menschen zogen in die Stadt und erst jetzt wird wieder damit begonnen, zu renovieren.

Der Straßenverkehr ist, denke ich, das größte Problem, da es kaum U-Bahnen (nur die kleinste der Welt zum Taksim-Platz hin) oder Straßenbahnen gibt, die die Randgebiete mit der Innenstadt verbinden.
Die Bahnen, die vorhanden sind, sind während der Hauptverkehrszeiten so überfüllt, dass man sich vorkommt wie eine Sardine in der Sardinenbüchse und auch mit den Bussen verhält es sich ähnlich. Minibusse und Dolmus oder das etwas teurere Taxis sind die einzigen Alternativen.

Dennoch - Istanbul bietet für alle etwas - viel kulturelle Sehenswürdigkeiten, Einkaufsmöglichkeiten - auch nicht nur für Tanzbegeisterte und das Feeling einer einerseits sehr europäischen  und um die nächste Straßenecke wiederum sehr orientalischen Stadt.
alt und modern, gepflegt und vernachlässigt, ruhige Ecken und Menschengewimmel liegen dicht beieinander.