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BYZANZ -
KONSTANTINOPEL - ISTANBUL |
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Auf der Landspitze, im Bereich des heutigen Serays, lag die alte thrakische Siedlung Byzantion, die ihren Namen dem König Byzas verdankt. 196 eroberte Septimius Severus die Stadt und ließ sie noch größer als zuvor wieder aufbauen. 324-337 regierte Konstantin der Große, der die Stadt wiederum vergrößerte.
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Außerdem wurde ein
neues, größeres Hippodrom (Pferderennbahn) angelegt, dessen Überreste dort zu
finden sind, wo sich heute der Sultan Ahmed Platz mit dem ägyptischen und dem
gemauerten Obelisken und der Schlangensäule befindet. Während der Herrschaft der Makedonen (867 - 1059) war man bestrebt das Bestehende zu erhalten und noch auszubauen. Die Jahre danach waren geprägt durch den Bau von Sakralbauten, Klöstern, Krankenhäusern, Bädern und anderen Einrichtungen. Mit der Eroberung Konstantinopels durch die lateinischen Kreuzfahrer (1204 - 61) brachen schlimme Jahre für die Stadt an. Viele Kunstwerke wurden verschleppt und das Abendland erlebte einen wahren Boom an Nachahmungen byzantinischer Kunstwerke und Goldschmiedearbeiten. Ab 1262 erlebte das späte Byzanz einen erneuten Höhepunkt seiner Kultur - um dann im Jahre 1453 unterzugehen. Am 29.5.1453 zog der osmanische Sultan Mehmet II in Konstantinopel ein, Kirchen wurden als Moscheen übernommen und die alte Infrastruktur wieder auf- und ausgebaut. Zahlreiche Moscheen entstanden in dieser Zeit, der alte Palast (im Bereich der heutigen Universität) und der noch heute erhaltene Topkapi-Palast sind weitere große Bauwerke dieser Zeit. Die osmanische Blütezeit dauerte bis ins 16. Jh. an. Im 18./19. Jh. begann die Öffnung der Kultur nach Westen. Jugendstilfassaden begannen das Stadtbild zu verändern. Auf der anderen Seite des Goldenen Horn entwickelte sich die Neustadt, in der viele Ausländer wohnten und sich die Botschaften befanden. Der Dolmabahce-Palast am Ufer des Bosporus (erbaut 1853-1855) wurde neuer Wohnsitz des Sultans, in dem dann, nachdem 1923 Ankara die neue Hauptstadt der Türkei wurde, auch Atatürk wohnte, wenn er sich in Istanbul aufhielt,
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ISTANBUL HEUTE: |
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In der neueren Zeit wurde in
Istanbul vieles renoviert, eine neue Uferstraße aufgeschüttet, die die einzige
große Verkehrsstraße Richtung Flughafen und Außenbezirke entlasten soll. Der
Verkehr ist übrigens eines der großen Probleme der heutigen Stadt, es
existiert nur eine Altstadt- Bahn-Strecke, die kürzeste der Welt, Tünel genannt,
die die Fußgängerzone befährt und
einige Straßenbahnen, die in der Rush-hour total überfüllt sind - ebenso wie
die Busse. Als ich jetzt im Febr. 2003 nach längerer Zeit wieder Istanbul
besuchte, habe ich gesehen, dass auch eine Metro gebaut worden ist. Dennoch wird
der Verkehr immer schlimmer. In den kleinen Gassen der Altstadt reiht sich ein
Stau an den anderen. Rechts und links parken Autos und dazwischen kommt man kaum
noch mit größeren Fahrzeugen vorbei. Etwas günstiger und bequemer fährt man im Dolmus, dem Sammeltaxi, das an bestimmten Knotenpunkten abfährt und auch auf Handzeichen außerhalb der Haltestellen anhält. Die Dolmus in der Altstadt haben eine gelbe, die im neuen Stadtteil auf der anderen Seite des Goldenen Horn, beige Farbe (hier scheinen sie auch etwas teurer zu sein). Für umgerechnet 0,70 Pfennig (ca. 45.000 türk. Lira) kommt man schon ziemlich weit. Doch Vorsicht: falls ein Dolmusfahrer anbietet Euch exklusiv extra nach Hause zu bringen! Den Preis genau aushandeln - vorsichtshalber die Zahlen auch aufschreiben!!! Hinterher kann es nämlich vorkommen, dass der Fahrer 4 Millionen türk. Lira haben möchte - Ihr habt aber vorher 400.000 (ca. 6 DM) verstanden (hat er auch auf englisch gesagt - sich aber leider in der Zahl vertan). In diesem Fall ist guter Rat teuer und Ihr braucht das nötige Verhandlungsgeschick und noch besser die Hilfe Eures Hotelangestellten. TAXI: Die etwas teurere (im Vergleich zu unseren Preisen aber
immer noch günstige) Fahrt im Taxi ist der bequemste Weg - manchmal aber auch
(wegen der Fahrweise) abenteuerlichste. Ratsam ist es allerdings immer einen
Stadtplan in der Tasche zu haben. Erstens wegen der Sprachschwierigkeiten - es
ist einfacher zu zeigen wohin man möchte - und zweitens wissen nicht alle
Taxifahrer wie man denn das gewünschte Ziel auf kürzestem Weg erreicht.
Allerdings kann es auch vorkommen, dass der Taxifahrer nicht lesen kann - aber
dann wird schnell ein anderer Kollege gefragt. Tipp am Rande: Soweit es geht, die Stadt zu Fuß erkunden. Ihr könnt viel mehr sehen und mit dem Stadtplan in der Hand findet man sich auch ganz gut zurecht. Außerdem trifft man immer nette Leute, die helfen, falls man mal etwas ratlos an einer Straßenecke steht und sich gerade fragt, "in welcher kleinen Gasse befinden wir uns denn jetzt".
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| BESICHTIGUNGSTIPPS: |
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1464 erteilte Mehmet Fatih, der Vater Süleymans des Prächtigen, den Auftrag für einen neuen Palast. Er nutzte allerdings noch den alten Palast (stand im Bereich der heutigen Uni) als Wohnung und den neuen eher als Verwaltungssitz. Erst unter seinem Sohn Süleyman wurde er zum Hauptwohnsitz und entsprechend verschönert. Hier lebte er mit seiner Lieblingsfrau Hüriyem, besser bekannt unter dem Namen Roxelana, die es mit List schaffte, einen alten Brauch zum umgehen. Es gelang ihr nämlich die rechtmäßige Ehefrau des Sultans zu werden und somit Sultana. Aber nicht nur er sondern auch seine Nachfolger bauten
immer neue Räumlichkeiten und Pavillons. Brände im 16., 17. und 18. Jahrhundert
vernichteten die alten Räume und es wurde wieder vieles erneuert und renoviert. Die Schatzkammer ist ein Traum
für alle, die Kostbarkeiten lieben. In den Reliquienzimmern kann man ein
Barthaar und den Fußabdruck Mohammeds besichtigen sowie andere Dinge, die
seinem Besitz zugeschrieben werden. HAMAM Ein Besuch in einem der vielen, zum Teil noch sehr alten, Hamams ist auch sehr zu empfehlen. Die Bereiche für Männer und Frauen sind strikt getrennt und auch im Frauenbereich ist es empfehlenswert sich nicht, wie wir hier von der Sauna gewöhnt sind, ganz auszuziehen. Der Slip wird hier als normale Kleidung empfunden. Waschungen, Massagen und Relaxen entschädigen für den Stress und Staub einer Großstadt. BEDECKTER BASAR - KAPALI CARSISI Schon 1460 wurde hier von Mehmet Fathih eine von Kuppeln überwölbte Markthalle errichtet. Unter seinem Sohn Süleyman kamen noch mehrere Kuppeln und Hallen hinzu. Hier findet man Goldschmiede,
Teppich- und Stoffhändler, Bedarf für die Tänzerin, und viel Kleinkram des
täglichen Lebens. ÄGYPTISCHER BASAR - MISIR CARSISI Er wurde 1660 im Auftrag der
Mutter Mehmets IV. errichtet. Nicht weit von hier, Richtung
Sabuncu H., befindet sich auf der Ecke ein kleiner Laden der Strass usw.
verkauft ARCHÄOLOGISCHES MUSEUM Hier wurden griechische und römische Skulpturen, Fresken, Sarkophage zusammengetragen. Auch der Sarkophag des berühmten Alexander des Großen kann besichtigt werden. Der Ausgrabung von Troja wird ebenfalls ein Saal gewidmet, einige Schmuckstücke sind noch zu sehen, ansonsten viel Keramik. Für uns Tänzerinnen interessant: in einer Vitrine ausgestellt sind Zimbeln aus Bronze - hergestellt im 2. Jahrtausend vor Christus
STÄDTISCHES MUSEUM Hier wird ein Überblick über
das osmanische Istanbul gezeigt MUSEUM FÜR TÜRKISCHE UND ISLAMISCHE KUNST Außer Kacheln, Kalligraphien, Teppichen, Metall- und Holzarbeiten sind dort auch Nomadenzelte und bürgerliche Räume ausgestellt. MOSCHEEN
Sultan
Ahmed oder Blaue Moschee
Alle Moscheen Istanbuls zu sehen ist während eines Aufenthaltes schier unmöglich. Wichtigste Beispiele: Blaue Moschee oder auch Sultan Ahmed Moschee, Haghia Sophia, einst christliche Kirche jetzt Moschee Süleymaniye Moschee usw. - Wie überall in orientalischen Städten sind die Moschee und ihre Minarette weithin sichtbar und Stadtbildbestimmend.
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| ZISTERNEN
FUßGÄNGERZONE
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Außer 2 geschlossenen, sind auch noch drei große offene Zisternen erhalten. Ein Besuch lohnt sich wirklich - Licht und musikalische Untermalung verbreiten eine interessante Atmosphäre. Zu finden ist die Zisterne schräg gegenüber des Platzes vor der Hagia Sophia - einmal um die Ecke gehen, ich glaube dort ist auch ein Hinweisschild angebracht. Die Istiklal Caddesi, die Freiheitsstraße, führt vom Ende der Tunnelbahn bis hinauf zum Taksimplatz. Anfang des 16. Jh. ließen sich hier die Minderheiten nieder und das Viertel entwickelte sich zum Viertel der Ausländer und Gesandtschaften. Heute finden wir hier eine breite Geschäftsstraße, in der außer der Straßenbahn, nur Fußgänger das Bild bestimmen. Sie wurde zur Lebens- ader der Stadt mit buntem Nachtleben, sehr guten Geschäften und Theatern und Kinos. Aber auch ein Abstecher in die kleinen Nebenstraßen lohnt sich, da man immer wieder Neues entdecken kann.
Auch die kleinen Nebenstraßen bitte nicht übersehen, es lohnt sich.
All dies ist nur eine kleine Auswahl - besichtigen könnte man noch wesentlich mehr - aber die Zeit ist meist sehr kurz und jeder sollte für sich selbst entscheiden, was er unbedingt sehen möchte. In Istanbul werden vom Reiseveranstalter auch Besichtigungspakete angeboten, die sind allerdings teuer und man kann durchaus auch auf eigene Faust losziehen. Einkaufen und Kultur lassen sich in Istanbul bestens verbinden. Zum
Schluss bedenkt
noch folgendes: In Istanbul „gehen
die Uhren anders“ - man kann noch so toll planen: erstens kommt es anders und
zweitens als man denkt. Meist biegt
sich, mit Allahs Hilfe, jedoch alles ganz
gut zurecht. Inshallah !!! Eine sehr schöne homepage über Istanbul und seine Sehenswürdigkeiten incl. Grundkurs Türkisch findet Ihr auch unter: http://www.iakyol.com/istanbul.htm |