Marokko  Foto Nabila Shams El Din - Stand Marokko Expo Hannover

                                        

 

Größe: 458 730 km² - ca. 27 Millionen Einwohner

Anteil an der Bevölkerung:  Arabisch sprechende – 50%

                                                    Berber 30-40%

                                                    Ausländer 10% (vor allem Franzosen, Spanier, Tunesier)

Sprache:                                  Verwaltungssprachen: Arabisch und Französisch

Umgangssprachen:              Arabisch, Berber

              

 

 

Marokko bietet Küste, Gebirge, Ebenen und Täler, es ist ein Land voller Kontraste mit einer 1400km langen Küstenlinie im Westen, im Osten der Sahara und im Norden das Atlasgebirge, in dem man im Winter auch Ski fahren kann. An der Küste herrscht angenehmes Seeklima, es ist nicht zu heiß und hier sind auch einige der großen Städte zu finden: Casablanca und Rabat und weiter südlich die Touristenstädtchen Essaouira und Agadir.

Das Atlasgebirge ist in 4 große Gebirgsketten aufgeteilt: Rif-Atlas (im Norden), Mittlerer Atlas, Hoher Atlas und Anti-Atlas (im Süden). Schneefälle im Winter und Regen im Frühjahr und Herbst speisen die Wasseradern und bescheren den Ebenen genügend Wasser, die so die Kornkammer des Landes sind.

 

    Marokkos Geschichte ist sehr wechselhaft. Seine Ureinwohner, die Berber, sind immer noch zahlreich und ihre Sprache und Lebensformen haben sich bis heute erhalten. Berberstämme sind z..B.: Chleuh, Beraber, Rifkabylen, Amazigh  

 

Im 7. und 8. Jahrhundert kamen die Araber im Zuge der Islamisierung nach Marokko, sie besiegten die Berber, die erbitterten Widerstand leisteten und islamisierten das Land. Dies hatte auch Auswirkungen auf die Architektur, was besonders in den Königsstädten Fès, Marrachesch (arab.: Marraksch), Meknès und Rabat noch heute zu sehen ist. Prächtige Paläste, Moscheen und Mausoleen sind hier entstanden und werden von den Touristen immer noch gerne besichtigt.  

 

Allerdings hat die islamische Kultur die deutlichsten Spuren in Marrakesch, Meknès und Fès hinterlassen. Diese Städte liegen in den Ebenen zwischen Küste und Gebirge und sind wohl als historischer Kern Marokkos zu bezeichnen und hier haben sich später dann auch die französischen Großgrundbesitzer angesiedelt.

 

 

    Beinahe alle Herrscherfamilien Marokkos stammen aus Nomadenstämmen. Durch den Luxus degenerieren etliche Dynastien, die religiösen Ideale werden nicht mehr beachtet, die Menschen sind unzufrieden. Schließlich werden sie von einem anderen Nomadenstamm abgelöst – und zwar in einer Art Tabula rasa. Die Vorgänger werden umgebracht, ihre Denkmäler abgerissen.

Alle Dynastien hatten aber auch gegen Eindringlinge von außen zu kämpfen: Portugiesen, Spanier, Engländer und schließlich von 1912 – 1956 die Franzosen. Vor allem Marokko wurde aber auch Auffangbecken für maurische Emigranten aus Andalusien, die hier ab 1452 von den Spaniern vertrieben worden waren und sich vor allem im nördlichen Bereich niedergelassen hatten.

All diese Kulturen haben ihre Spuren hinterlassen, sei es in Musik, Kultur oder Küche.

Marokko ist noch immer ein Königreich, nach dem Tod Hassan II. wurde sein Sohn Mohammed VI. zum König ernannt.

 

Eine genaue Tabelle über die marokkanische Geschichte finden Sie auf dieser homepage

 

Wer mehr über die Geschichte Marokkos erfahren möchte, dem empfehle ich diesen Link   - Sprache: englisch